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Posts Tagged ‘Wien’

Ja, ich wohne wieder in Köln und nein, nicht mehr in Wien.

Ansonsten ist mir aber in der Zwischenzeit zeitweise das Schreiben vergällt worden, denn teilweise hat nichts so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt/erhofft habe.

Beginnen wir doch mal im Mai, nach meiner Ankunft hier.

Der Umzug an sich hat toll geklappt, ich hatte ja auch fantastische familiäre Unterstützung! Hier kam ich dann in einem eigens für mich renovierten Zimmer in meiner großen, alten, geliebten Wohnung bei J.G. unter. Nach anfänglich vorsichtigem Umeinanderschleichen und einer Eingewöhnungsphase mit leicht fremdelnden Anflügen fühle ich mich auch wieder vollkommen wohl. Die Wohngemeinschaft mit brüderlich-schwesterlichem Ambiente funktioniert harmonisch und unkompliziert. Soweit also alles paletti.

Was jedoch gar nicht paletti ist, ist meine Gesundheit.

Mitte Mai, zwei Wochen nach meiner Ankunft, nahm das Drama seinen Lauf. Ich stand banal von einem Stuhl auf, in meinem Knie jaulten sämtliche Gräten, in meinem Kopf explodierten Blitze und einen lauten Schmerzensschrei verhinderte lediglich der Schock über dieses fatale Mißgeschick.

Ich konnte nicht mehr auftreten und zwei 10 Jahre lang aufbewahrte Krücken von meinem damaligen Achillessehnenriss halfen mir über die ersten Tage.

Nun sollte man meinen, die Iro geht zum Arzt, lässt sich behandeln und dann wird alles wieder gut, sie wollte ja sowieso ein kleines arbeitsfreies Sommerpäuschen einlegen.

Konnte die Iro aber nicht machen. Sie hatte nämlich noch keine Krankenversicherung und ihr wisst ja, so reich ist die Iro nicht, dass sie eine private Behandlung hätte zahlen können.

Nun sollte man ebenfalls meinen, es sei ja kein Problem, eine Krankenversicherung zu bekommen.

Falsch (zumindest wenn man vorher im Ausland versichert war)!

Wenn nämlich die Auslandskrankenkasse verpennt, der deutschen Krankenkasse einen Beweis zuzusenden, dass man dort nur bis zum Zeitpunkt XYZ versichert war, darf einen die deutsche Kasse nicht versichern. Erst wenn der vorliegt, geht es weiter. Na, ratet mal, wann die Österreicher es geschafft haben, diesen Beweis zu senden? Jaaa, Mitte Juli (!) war es soweit.

Nun sollte man weiterhin meinen, die Iro sollte ja ab 01.06. Geld vom Arbeitsamt bekommen, sofern sie sich dort meldet (was sie tat) und somit sollte auch der Krankenkassenbeitrag von dort übernommen werden.

Falsch (keinen Pfennig bekomme ich, obwohl ich die letzten 30 Jahre hüben wie drüben fleissig Beiträge eingezahlt habe. Mein Antrag wurde abgelehnt, aber damit bin ich bis heute noch nicht fertig)!

Wenden wir uns also wieder meinem Knie zu, dem ich mit Schmerzmitteln und Salben wochen- ja, sogar monatelang zu Leibe rückte. Keine Untersuchung mit Diagnose in Sicht, also humpelte ich kläglich von Mitte Mai bis Mitte Juli mehr oder weniger eingeschlossen in meiner im 2. Stock liegenden Wohnung umher. Die Treppe war oft unüberwindlich für mich, nur in Notfällen biss ich auf die Zähne und zwang mich hinauf und hinunter, immer heilfroh, wenn ich den Aufstieg wieder hinter mich gebracht hatte.

Nun sollte man auch hier meinen…nun ja, es gab Fußball-EM, Leichtathletik-EM, Olympiade….es gibt Schlechteres, als dann frei zu haben.

Richtig!

Aber mit der Zeit war der anhaltende, permanente Schmerz trotz Schonung – auch ohne jegliche Bewegung – reichlich beängstigend und ich hätte dann doch lieber getauscht mit regem gesellschaftlichem Leben und der Freiheit, schmerzfrei meiner Wege zu gehen.

Mitte Juli winkte also dann der lang ersehnte Arztbesuch, der mir Gewissheit, Behandlung und hoffentlich Erlösung bringen sollte.

Falsch!

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Miete

Ich habe heute Post erhalten.

Meine Miete in Wien wird ab 01.05.2012 drastisch erhöht.

Kurz nachgedacht.

Hahaaaaa….

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Den vielen Schnee in diesem Jahr haben wir Babbel  zu verdanken.

Ich persönlich finde Schnee ja nur schön, wenn ich Ihn gemütlich von drinnen betrachten kann, im TV sehe oder im Urlaub als erste durch jungfräulichen unberührten Schnee in einer schönen Landschaft stapfen kann.

Im Alltag kann er mir schlichtweg gestohlen bleiben.

Heut morgen hab ich mich dann auch fast mal wieder auf die Nase gelegt, weil es zwar liebevoll chemisch gereingte Bürgersteige gibt, aber sich die tauenden kleinen Bächlein an den Häuserseiten zwischendurch immer wieder sagen: Hey! Ich mag nicht fliessen, ich mag heute mal schnell wieder zufrieren und ein lecker glattes Eis sein!

Meine neuen Schuhe finden das super und rutschen wie bekloppt freudig auf dem Eis umher und werfen mich in die lustischsten Verrenkungen. Ok. Ok! Aber irgendwann muß der Spaß jetzt mal ein Ende haben, bevor ich mir im neuen Jahr schon die moppeligen Haxen breche, Schluß jetzt!

Und Babbel, wir reden zum nächsten Winter mal ein ernstes Wort miteinander!

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Aua

H.-Schwester weiß es noch, bestimmt weiß sie es noch, als wir mal nach einer besonders lustigen Partynacht im Urlaub morgens um 7 Uhr ins Hotel zurückkamen, wo dann schon die ersten Urlauber auf ihre Abholung zum Flughafen warteten und wir behauptet haben, wir kämen gerade vom Morgenspaziergang. Hat natürlich niemand geglaubt. Egal. Sie weiß auch bestimmt noch, dass ich bis 11 Uhr nicht schlafen konnte, weil meine Füsse so weh getan haben und ich dachte, sie würden nie nie mehr jemals mit mir irgendwohin gehen.

Sie haben sich dann doch übereden lassen, bis heute Nacht. Jetzt liegen meine Füsse im Wachkoma und denken vermutlich, dass sie mir besser niemals geglaubt hätten, ich würde sowas nie mehr machen. Es tut mir leid, es tut mir wirklich so so leid, liebe Füsse und ich wäre euch wirklich zutiefst verbunden, wenn ihr eure Funktion wieder aufnehmen würdet, ohne mir bei jedem Schritt ein Rachemesser in die Fußsohlen zu rammen.

Dabei war die Party wirklich klasse und ich habe Ihnen die ganze Nacht einen traumhaften Blick über ganz Wien geboten!

Aber sie scheinen ernsthaft sauer zu sein. Aua…..

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Heimkehr

Immer öfter kommt mir der Gedanke, dass ich nach Hause gehen sollte. Nein, natürlich nicht nächsten Monat, aber vielleicht nächstes Jahr…hehe, auch nicht viel länger.

Was suche ich hier noch? Es gibt hier nichts mehr für das es sich lohnen würde zu bleiben. Ich hab hier einfach keinen Spaß und glücklich macht mich hier auch nichts. 

Und trotzdem hab ich immer noch das Gefühl, dass ich nicht fertig bin. Fertig mit was? Mit Wien, mit Österreich, mit mir selbst? Mit mir selbst, denke ich. Manchmal weiß ich nicht, ob ich mich zuviel oder zuwenig mit mir auseinandersetze. Soll ich planen oder in den Tag hineinleben? Ich brauche noch Zeit.

Der Tag wird kommen wo ich weiß was ich tun will.

 

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Ich bin pleite.

Zumindest für heute und morgen *seufz*.

Ich habe genau genommen noch 20 Euronen im Portemonnaie. Wie kann das denn passieren, Irodeschi, fragt ihr euch? Du gehst arbeiten, lebst alleine, du mußt doch stinkreich sein!

Ähm…also, das kam so (jetzt folgt eine kleine Rechtfertigungsorgie):

1. Meine Zeit mit GK hat mich ordentlich in die Miesen gebracht, vorsorglich bezeichne ich das als Altlasten *kicher*

2. Wien ist teuer. Lebensmittelkosten und Miete fressen mir die Haare vom Kopf, wobei umziehen nichts nützt. Für hiesige Verhältnisse komme ich mit meinen Mietkosten noch prima davon, aber die Lebensmittel kann man hier eben nicht schnell mal beim Bauern um die Ecke kaufen.

3. Ich verdiene keine Reichtümer. Gehaltserhöhung ist wegen der Bankenkrise nicht in Sicht und ein Jobwechsel ist mit fast 47 auch nicht mehr so ganz easy, vor allem seit die Rezession auch den Weg ins Alpenländle gefunden hat.

4. Diesen Monat zusätzlich: 1 reparaturbedürftiger Zahn (135 Euronen), 1 Ergodings (530 Euronen), 1 defekte Therme repariert (170 Euronen)

 

Moment mal, 1 Ergodings (530 Euronen) ??? Ja *guckt beschämt zu Boden*, genau das Ergodings, was jetzt stumm und beleidigt in meinem Wohnzimmer herumsteht und wegen Hitze nicht genutzt wird. Ich weiß ja, wirklich, das hätte man auch verschieben können auf Herbst, Winter, nächstes Jahr, aufs nächste Leben. Aber ihr kennt mich doch schon ein bißchen (spontane Nudel, Idee umsetzen lieber gestern als heute) und seid mal ehrlich, wer hätte denn schon mit der kaputten Therme rechnen sollen, müssen, können?….öhm.

Meine Mutter hätte jetzt wieder gesagt: „Kind!! Wie kann DAS denn passieren?“ und ihr vorwurfsvoller Blick inclusive Stimme hätte mir suggeriert, was für ein leichtsinniger Vogel ich bin und dass man ja sparen muß, um in der Not was zu haben und dass ich überhaupt unfähig zu einem geregelten Finanzleben bin. Zu einem geregelten Leben im Einzelnen und Speziellen! Und ich bin überhaupt alles selbst schuld, weil ich den lieben, guten JG für diesen Taugenichts GK aus Wien verlassen….ach, legen wir das zu den Akten.

Jedenfalls wird nun nichts aus meinem Schlemmerhappening mit Kirschen und sonstigen Leckereien am Wochenende und ich überlege die ganze Zeit schon, was ich aus meinen kargen Kücheninhalten zaubern kann und wie oder ob ich die 20 Euronen noch sinnvoll einsetzen kann?

Aber Besserung ist in Sicht:

Ich hab zumindest die Monatsfahrkarte für August schon gekauft. Falls ich also nichts zu essen habe, kann ich wenigstens den ganzen Tag mit der Bahn fahren *grins*

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Fortsetzung von „Temperament“

Szene 2, 19 Uhr:

Eiliger Mensch stürzt in meine Wohnung und sofort auf die offenstehende Therme zu. Freundlich plappert er auf mich ein, während er zackig schraubt und macht und….ja…ich verstehe ihn! Hach.

Während er mir erzählt, dass er noch nicht gepackt hat, obwohl er morgen früh in den Urlaub nach Kroatien fährt und dass man ihm vorgestern seine Geldbörse mit allen Papieren und 3000 Euronen gestohlen hat, er nun keinen Führerschein hat, aber er fährt trotzdem, er riskiert das, weil sonst wär die Vorauszahlung für den Urlaub verloren und man ihm ja bei der Polizei Ersatzpapiere ausgestellt hat, die aber leider nicht im Ausland gelten, sein Handy dreimal klingelt (ich höre eine aufgebrachte Frauenstimme keifen), er arbeitet multitasking-fähig (1 Mann!) weiter und und und (ich atme vorsichtshalber für ihn mit, weil er kaum Luft holt) und schwuppsdiwups….die Gasflamme der Therme zischt auf, ich strahle über alle vier Backen!

10 Minuten hat diese Demonstration handwerklichen Könnens gedauert! Höchstens!

Der eilige Mann schreibt noch schnell die Rechnung, ich zahle den Rest und wünsche ihm einen genialen Urlaub! Ja! Er sei ihm gegönnt! War das nicht eine schöne Erfahrung?

Und wisst ihr Süßen, was ich jetzt tue? Hm? Ja, ihr wisst es *lächelt*

Ich gehe duschen. Lange.

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