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Posts Tagged ‘akzeptiert’

Das hatte ich mir wirklich anders vorgestellt.

Anstatt ruhiger werde ich innerlich immer unruhiger, je kürzer die Zeit bis zur Abreise ist. Heute ist mein vorletzter Arbeitstag und morgen muß ich nur noch zarte 3 Stündchen ins Büro, ich könnte mich also hemmungslos freuen! Aber das gelingt mir – noch – nicht. Ich glaube, das ist wie bei Sportlern die gerade einen großen Sieg davongetragen haben, man realisiert das alles erst später.

Ich habe nächste Woche mehr Termine als in den letzten 5 Jahren zusammen und ehrlich gesagt, ich wünschte sie wären schon alle vorüber, würden abgesagt, liessen sich vernachlässigen, einfach ignorieren. Seit Wochen dieses ständige Kümmern müssen um irgendwas, Kündigungen, Einschulungen, Aufräumen, Ausräumen, Planen, Organisieren, Vermutungen äußern, mit Unsicherheiten balancieren, das strengt mich wirklich mental sehr an. 

Ich gehe sogar manchmal vor 0 Uhr ins Bett, weil ich total k.o. bin! Jaha!

Ich weiß schon, warum ich keine Kinder wollte und fühle mich aktuell total bestätigt. Das wäre nichts für mich gewesen, dieses 24/7 Verantwortung haben und mich kümmern müssen, Jahrelang, immerzu. Ich bewundere jeden von Herzen, der das schafft und nebenher noch arbeiten geht, den Bobtail versorgt und sich noch um Freunde bemüht und für sonstige gesellige Dinge engagiert. Wirklich und ernsthaft! RESPEKT!

Dabei läuft bisher alles ganz gut! Meinen Vermieter konnte ich so becircen, dass ich die Küche belassen darf. Eine große Sorge weniger, habe ich gestern erfahren. Auch mit den sonstigen Anbietern läuft alles reibungslos, (fast) alle Kündigungen wurden bedingungslos akzeptiert und mit dem einen Widerspenstigen werde ich auch noch klarkommen.

Solange ich das virtuell oder telefonisch abhandeln kann, fühle ich mich ok.

Mich belasten eher die Dinge wo ich persönlich antanzen muß. Große Abschiedsfeier mit dem Team am kommenden Wochenende. Alle ehemaligen Kollegen und Mitarbeiter, die mich unbedingt jetzt noch mal treffen wollen, bevor ich abreise, unbedingt nochmal Kaffee trinken gehen (dabei trink ich gar keinen Kaffee). Schmeichelhaft, aber dennoch lästig. Ämter, zu denen ich hin muß, mich abmelden etc., dabei muß ich doch noch soviel in der Wohnung machen und anwesend sein, wenn die Leute Dinge abholen kommen usw.

Aber daran spüre ich wieder überdeutlich, dass ich im Grunde meines Herzens ein introvertierer Mensch bin, der wirklich Probleme mit allzuviel Geselligkeit hat.

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