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Archive for September 2011

Trostlos

Wir sind eingekreist in unserem Bürohaus.

Links wird gebaut (7-stöckige Wohnanlagen). Geradeaus wird gebaut (Hotel). Rechts wird gebaut (keine Ahnung, irgendwas Riesengroßes).

Abgesehen von der riesigen Lärmbelästigung der ganzen Region, dem Staub, dem Dreck, den unbegehbaren Bürgersteigen, den Staus durch Baufahrzeuge und erwähnte ich schon die riesige Lärmbelästigung? Abgesehen davon…kehrt hoffentlich irgendwann einmal, wenn uns hier allen bereits lange die Ohren abgefallen sind, so etwas wie Infrastrukur in dieses trostlose Viertel ein.

 

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Kollegin M. hat unbeschreibliche Angst vor Wespen und natürlich begegnen Ihr die Viecher auf Schritt und Tritt. Man erinnerte sich gerade redaktionell an eine 5x größere Wespe als üblich, heimisch auf Sumatra. Ich überlege ja spaßeshalber, ob ich Ihr eine importieren soll. Aber vermutlich reicht auch schon ein Borussia Dortmund Schal, um sie an den Rand eines Nervenzusammenbruchs zu bringen.

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Grau

Der herbstwintergraue Himmel hält Einzug in Wien.

Auch wenn er uns mit Sonne am Wochenende zu täuschen versucht, ich habe ihn enttarnt.

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Wind

Da steht man morgens auf und macht sich sowas ähnliches wie eine Frisur. Ok, ich geb zu, ich kämm mir nur die Haare und locke evtl. ganz vorne was mit dem Wickler auf, aber wenns dann länger als 2min47sec dauert, dann geb ich schon auf und denke, passt schon, sieht doch manierlich aus. Oder ich flechte was. Irgendwie.

Raus auf die Straße, kurzer Testblick ins nächste spiegelnde Fenster und entweder ein zufriedener oder ähm…kurz zu Boden blicken….mich sieht eh keiner den ich kenne-weil die Wiener zählen nicht, die kennen mich nicht-Blick zurück und weiter keine Gedanken darüber machen.

Juut. Dann komm ich in den Bezirk wo ich arbeite und ein Sturm Windstärke Dreitausendsiebenhundertdreiundfuffzig ist das Mindeste was mich hier erwartet. Immer. Das ist noch harmlos, weil scheinbar ganz Europa in diesem Viertel seinen Wind sammelt und nur dort wieder loslässt.

Ich steig also aus der Bahn aus und bieg – wusch – in die Straße ein – wusch – wo ich dann auf den Bus warte oder – wuschwusch – zu Fuß ins Büro laufe. Während des Weges löst sich – wuschwusch – schon die erste Strähne aus dem geflochtenen – wuschwusch – ehemals geflochtenen – wusch – Zopf.

Während der Pausen kann man dann lustig beobachten – wusch – wie die vormals topfrisierten Leute vom Morgen – wusch – langsam Ihre Konturen – wusch – verlieren und sich Frisuren in wilde – wuschwusch – Strubbelköpfe – wusch – verwandeln. Im Laufe des Tages – wusch – tragen alle Langhaarigen – wusch – einheitlich wild mit Haargummis – wusch – zusammengefröselte Gebilde aus Kreatin auf dem Kopf.

Vermutlich erkennt abends im Zug jeder woher ich komme.

Wozu eigentlich überhaupt noch kämmen? Das ist doch ganz sicher eine Verschwörung von Garnier, Schwarzkopf und dem Gard Haarstudio!

Aber ich verweigere mich dem Haarspray, egal ob in Rom die Sonne scheint, ich in München aus dem Flugzeug steige oder es in Hamburg regnet! Nix 3 Wetter Taft!

Sollte ich also eines Tages verschwunden sein, die Beweise sind im Safe und gebt sie bitte an meinen Anwalt oder an die Men in Black weiter, ich wurde vermutlich mit einer punktuell auftretenden Windhose ins All katapultiert….

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Dingens

Meine Kollegin ist doof, ich wünsch mir wen Neues. Ich hab jetzt fast ein Jahr versucht, gut mit ihr auszukommen, jetzt komme ich nur noch mit ihr aus, aber nicht gut. Ich versuche Frieden zu bewahren, nur mit den Zähnen zu knirschen und ihr nicht gleich den verdienten Uppercut zu verpassen, wenn sie korinthenkackerische Mails schreibt und hüftenschwingend die männlichen Kollegen umgarnt. Ich weiß sowieso, dass keiner drauf reinfällt. Ich bin nicht eifersüchtig, nur verärgert über dieses scheiß-kleine-Mädchen-Getue, das so ewig funktionieren wird, wie Männer und Frauen existieren. würg. Ach, egal. Ich bin der Chef im Ring, da kann sie noch solch Getue-Dingens machen. Es ist beruhigend, dass manchmal tatsächlich noch KnowHow vor Hüftenschwingen kommt.

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Mittelalter

Man ist immer so alt, wie man sich fühlt.

Dieser Spruch ist zum Kotzen. Denn niemand sieht von außen wie alt man sich fühlt, jeder sieht nur das tatsächliche Alter.

Da fühlt man sich selbst schon etwas lächerlich, wenn man Adam Levine von Maroon 5 anguckt und denkt, wow, scharfes Teil:

http://www.mtv.de/videos/24973673-maroon-5-feat-christina-aguilera-moves-like-jagger.html

Altersentsprechend müßte ich mich langsam mit Typen in braunen Socken, mit zottelig-dünnen Haarzöpfen und starkem Interesse an Andrea Berg abfinden.

Puh…körperlich fällt mir das Älterwerden nicht schwer, aber geistig komm ich nicht mit. Ich werde sicherlich irgendwann sterben und kurz vorher verzweifelt denken, scheiße, gestern war ich doch erst 24, was ist passiert?

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