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Archive for Juni 2011

Gestern habe ich um Clarence Clemons geweint.

Vielleicht habe ich auch um vieles mehr geweint. Ich weiß es nicht. So viele Erinnerungen hängen mit ihm zusammen und ich kann nicht beschreiben, wie er mir fehlen wird. Gleich nach Bruce Springsteen habe ich mich in dieses hinreißende Lachen verliebt, oft zu sehen, am eindrucksvollsten im Video zu Dancing in the Dark.

Ihr wißt nicht wer Clarence war? Er war Saxophonist und Gründungsmitglied der E-Street Band. Freund und Partner von Bruce Springsteen, charismatischer Big Man, wegen seiner Statur so genannt.

Vielleicht bedeutet euch sein Tod nichts, für mich ist es ein Verlust, den ich mit Worten kaum beschreiben kann. Er begleitete mich durch meine Jugend, meine erste, zweite, dritte Liebe, viele Jahrzehnte lang. Ich sah ihn zuletzt im Sommer vor 2 Jahren hier in Wien. Wegen einer Knieverletzung etwas flügellahm auf einem Stuhl sitzend, meine Güte, ich habe immer ignoriert, dass er auf die 70 zuging.

Manches will man nicht wahrhaben, wenn man vor dem inneren Auge immer dieses fröhliche, kraftstrotzende Bild eines Mannes sieht….

Es wird nie wieder sein wie es war.

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Seit dem Wiener habe ich eine Schwäche für tätowierte Männer.

Nein, keine 0815-Dinger wie irgendwelche Schlangen am Bein oder Herzchen, Anker, sonstiges Gedönse. Nein, sie müssen schon irgendwie sexy oder spektakulär sein. Nein, sooo spektakulär auch wieder nicht, aber speziell. Besonders. Ach, ihr wißt schon.

Irgendwas hammermässig überraschend cooles wie damals in den Ardennen bei George Clooney in From Dusk till dawn.

Und ich erinnere mich, welche Entwicklung und soziale Akzeptanz Tätowierungen im Laufe der Jahrzehnte durchgemacht haben. Als ich ein Kind war, hatten nur Seemänner und Häftlinge Tattoos. Also nix, was meine Mutter als guten Umgang für dat Kind geschätzt hätte. Und als dann der Trend zunahm, waren das häufiger auch die Gesellschaftsschichten, die Mutter immer noch nicht als guten Umgang für dat Kind geschätzt hätte.

Und seien wir mal ehrlich, die Hirschgeweihe waren doch auch irgendwie….nicht chic. Ich mußte mir dann bei all den Damen und Herren immer vorstellen, wie die Tätowierungen dann mal aussehen, wenn Sie 94 sind. Da gabs doch früher auch solche Blätter, die man falten und zusammensetzen konnte, damit sie wieder Sinn ergeben, vielleicht so?

Jedenfalls, sitzt mir im Büro jetzt dauernd ein Mann vor der Nase…der hat sehr interessante Tätowierungen, nämlich alles Dschungelmotive, Tiere, farbenfroh, gut gemacht, sehr üppig, zuerst etwas abschreckend, aber wenn man genauer hinguckt wirklich hübsche Teile. Und er hat dunkle lockige Haare, die Mama ist Portugiesin. Und er fährt Rennen, mit dem Motorrad. Und so wild er auch aussieht, so sanft ist er in den Umgangsformen. Hach.

Hab ich schon erwähnt, dass ich seit dem Wiener eine Schwäche für tätowierte Männer habe?

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