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Archive for Juni 2010

Samstagmorgen, 9 Uhr, es klopft an meiner Tür.

Was für eine tolle Überraschung! H.-Schwester und A.-Freundin kommen zu einem spontanen Besuch nach Wien, es ist Eurovision Song Contest Tag und traditionell wetten wir schon seit Kindertagen auf die ersten 10 Plätze. Und wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommen die Berge eben nach Wien!

Nach den ersten freudigen Umarmungstänzen wandern wir gemeinsam über den Naschmarkt, um uns für das Wochenende mit Leckereien aller Art einzudecken…von Erdbeeren über frischen Sojabohnensprossen bis zu ganz speziellen Käsesorten und nach altem Brauch gebackenem Brot…hui, wir lassen es uns wirklich gutgehen.

Nachdem unsere Nachbarschaft in der Nacht dann wohl deutlich gehört hat, dass sich deutsche Eingeborene in der Nähe befinden, da wir jedesmal in Jubelstürme ausbrachen, wenn es hiess: Germany, 12 points, wollten wir am nächsten Tag nach dem Frühstück ein wenig Wien besichtigen.

Justament brachen wahre Wolkenbrüche los und ich nutzte die Chance der momentanen Ratlosigkeit, um die beiden zu fragen, ob sie mir gerade beim Entsorgen eines klobigen, schweren  Stückes aus G.K.´s Nachlass helfen könnten und sie konnten tatsächlich. Und plötzlich brach eine wahre Flut an: „Das da können wir doch sofort auch wegwerfen“ bis zu „Ich zerreisse jetzt mal diesen Karton“ über „kann das auch weg?“ und „ich putz das schnell“ über mich und die Wohnung hinein.

Leute…binnen zwei Stunden hatte das Rollkommando meine Wohnung entrümpelt, Möbel umgestellt, geputzt, gesaugt, gewienert, den Müllcontainer zum Bersten gefüllt, akrobatische Übungen verbracht und ich stand sprachlos mittendrin und konnte kaum fassen, was innerhalb kürzester Zeit möglich war.

Sie warfen G.K.´s  Sachen kurzerhand komplett aus meiner Wohnung und hinterliessen eine restlos glückliche Iro in einer lichtdurchfluteten Wohnung.

Ich glaube sie werden nie begreifen was sie an diesem Tag für mich getan haben.

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