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Archive for Januar 2010

Knast

Yvonne, eine Mitarbeiterin aus meinem Team hat heute davon erzählt, dass sie als Kind in einem sozialen Brennpunkt in Frankfurt aufgewachsen ist. Dass sie noch immer froh ist, dass sie recht jung dann von der Mutter zum Vater gezogen ist. Sie ist eine tolle Frau geworden und man merkt ihr an, dass sie sehr stolz darauf ist, dass sie mit dem nötigen Ehrgeiz aus eigener Kraft eine gute Existenz aufgebaut hat.

Nun, wie das dann so ist, man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und so kam dann die Rede auf ihren Bruder, der nach einer beachtlichen Kleinkriminellengeschichte (Drogenbesitz und Handel, Körperverletzung, Diebstahl etc.) nun inzwischen im Gefängnis ist.

Nun hat er seiner Oma einen Brief geschrieben, sagt Yvonne und erzählt weiter, er schreibt: Es gefällt ihm dort nicht.

Ach, sagen wir Zuhörer und müssen unwillkürlich lachen, das ist ja erstaunlich….das Gekicher nimmt kein Ende…ja, sagt Yvonne und das Beste ist: Der Diebstahl, bei dem er erwischt wurde…da hat er einen Zigarettenautomaten aus einer Bar geklaut und ist damit dann in der U-Bahn herumgefahren…wir liegen fast am Boden vor Lachen…

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Chef

Wir haben gerade erfahren, dass unser bester Geschäftsführer von allen zu einem anderen Unternehmen wechselt.

Obwohl ich ihm gratuliere und ein Wechsel früher oder später zu erwarten war, blutet mein kleines Arbeitnehmerherz. Ich habe in meiner bisherigen beruflichen Karriere noch nie einen solch offen kommunizierenden, freundlichen und trotzdem so effizienten Boss gehabt wie ihn. 

Jeder Nachfolger/in wird es schwer haben, in diese Fußstapfen zu treten…seufz…ich hab dann auch den Finger gehoben und gesagt: Ich gratuliere, aber ich bin dagegen.

Leider hat es außer freundlichem Gelächter keine Reaktion gegeben…

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Es gibt ja Dinge, die würde man niemals zugeben (wenn man bei Verstand ist).

Dazu gehören so wirre Sachen wie

  • WoW-Spielen
  • in Männer verliebt sein, die einen verlassen haben, weil man zu dick ist
  • Sissi-Filme
  • nicht jede Woche putzen
  • Socken zweimal anziehen, weil man die alten noch nicht gewaschen hat
  • Austrias Next Topmodel gucken

What? Austrias Next Topmodel gucken? Ja *duck*

Ich hab ja keine Ahnung was mich daran so interessiert. Die meisten Mädchen sind zumindest unsymthatisch, weil sowas von zickig und absolute Herdentiere wenn es um Stimmungsmache geht. Sie sehen durchschnittlich bis ordentlich aus und bis auf eine sind sie so dünn wie Bohnenstangen. Was also treibt eine Frau wie mich dazu, sich diese Sendung anzugucken? Ich frage mich das wirklich des öfteren.

Grundsätzlich sehe ich relativ wenig fern. Mach ich dann aber mal die Kiste an, könnte das Verhängnis seinen Lauf nehmen, wenn ich zufällig irgendeine Casting-Show (gibt es eigentlich auch noch andere Sendungen?) in einer gewissen Phase ihrer Entscheidung sehe. Schalte ich am Anfang ein und es sind noch tausende Kandidaten, dann habe ich schon gewonnen, die Sendung werde ich wohl nie wieder sehen.

Treffe ich zum Schluß ein, wenn schon alles gelaufen ist und ich die Leute nicht kenne und beurteilen kann, wird es mir auch gestohlen bleiben.

Aber wehe (wehe!) ich platze mitten in das letzte Drittel…da, wo noch mindestens 6-8 Kandidaten da sind, aber höchstens 10….wo es schon übersichtlich wird, man schnell einen Eindruck und Durchblick gewinnt. Oweia, ich sag euch, dann kann es mir wirklich passieren, dass ich da hängenbleibe und mir das ansehe. Peinlich, aber irgendwas fasziniert mich dann an der Angelegenheit. Sind es die bevorstehenden Entscheidungen, das Glück der Weiterkommenden (ich freu mich echt gern mit, auch bei Sportlern und allen anderen Menschen) oder was macht den Reiz aus?

Keine Ahnung, aber ihr dürft mich jetzt in die Ballermann-Dingens-Schublade stecken, ich gehöre auch zu den armen Würstchen, die sich sowas schonmal geben. Peace.

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GK war heute morgen da, er hat sich etwas abgeholt, ich habe ihn Monate nicht gesehen. Schön war das, ihn eine Stunde dazuhaben, mit ihm zu reden, ihn ansehen zu können. Ach du, sagte er, ach du und lächelte mich an.

Magst du ein Frühstück? Nein, sagt er, so früh mag ich nichts, aber einen Tee mache ich mir. Kornspitz zum Aufbacken hab ich da und Käse, Honig, hartgekochte Eier, magst du wirklich nichts? Ach, doch. Ich hab ihm zugesehen, wie er krümelt und es sich schmecken lässt, ich sehe ihm gerne zu, da ist immer noch soviel stille Liebe in mir. Irgendwann treffen wir uns in der Küche, er umarmt mich und sagt mir, ich hab dich so lieb. Ich halte ihn einen Moment fest.

Die Zeit vergeht, ich stelle mir vor, wie es wäre ihn wieder immer da zu haben, ja, es wäre sehr schön und nein, ich bin sehr gerne alleine inzwischen, irgendwo mittendrin tummeln sich meine Gedanken.

Ich muß los, zur Arbeit, er zieht seine Sachen an und sieht so gut aus, schwarz angezogen und ich bin wieder ein bißchen neu verliebt zusätzlich. Wir gehen und fahren ein Stück zusammen. Er sagt mir – wie immer – ach, du bist schon ganz schön flott zu Fuß, du gehst fast so schnell wie ich. Ja, denke ich, das ist schon lange so und weiß, dass er mir etwas nettes sagen möchte, ein Kompliment machen, ich lächle in mich hinein. Ich werde bald schneller sein als er, aber das wissen wir beide noch nicht.

Und weg ist er wieder aus meinem Leben, nach dem Abschiedskuss.

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Samstag war ich einkaufen und was lacht mich da gleich um die erste Ecke an?

Ha! Schokolade, eine meiner Lieblingsschokoladen im Sonderangebot! Zwei große Tafeln nur etwas teurer, als wenn man sonst eine kauft.

Ich hab mir dann meine Lieblingssorten herausgesucht, in den Wagen gepackt, angeguckt, mich gefragt was ich da eigentlich tue weil ich doch gar keine Schokolade mehr will, den jahrelangen Reflex umgekehrt und die Schokolade zurückgelegt.

Es hat mir nicht leid getan. Ich habe seit mehr als zwei Wochen keine Süßigkeiten mehr gegessen, gekauft, kein Bedürfnis mehr danach. Ich koche und esse nur gesund. Und wenn ihr mich kennen würdet, dann wüsstet ihr was DAS bedeutet! Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein Riesenschritt für Iro!

Ich fühle mich richtig gut.

 

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Hurra

Nichtsahnend begann ich meinen Tag.

Bis ich die SMS entdeckte. Ich dachte noch, huch, wer schickt dir denn so spät am Abend noch eine Nachricht und dann las ich sie.

Ich las sie und hab sicherheitshalber die Brille aufgesetzt. Die hab ich wieder abgesetzt, bin durch die Wohnung gelaufen, hab nochmal die SMS aufgerufen und nochmal die Brille aufgesetzt.

Da stand eindeutig, dass ich im Lotto gewonnen habe.

Etwas mehr als gewöhnlich.

Hm, hm, keine Zeit mehr zum Nachschauen im Internet, was denn so im Schnitt dabei herauskommt.

Der Weg zur Arbeit….überlegt, wieviel könnte es sein? Dreistellig, vielleicht sogar ein vierstelliger Betrag? Spannung. Im Büro dann mal die Quoten vom letzten Jahr nachgeguckt. Also man müsste ordentlich Pech haben, damit es dreistellig ist, normal ist es ein vierstelliger Betrag. Ich freue mich immer mehr, gucke dauernd nach, ob die Quoten schon bekanntgegeben wurden.

Und dann, eben, die gute Nachricht….ich habe für meine Verhältnisse richtig viel viel Geld gewonnen, seitdem hüpfe ich, überlege was ich davon am ehesten bezahle und bin so froh. Das reduziert meine Kosten auf lange Sicht ganz ordentlich.

Meine Kollegen haben dann gleich gefragt, wieviel wäre es denn gewesen, wenn du noch eine mehr oder mit Zusatzzahl….egal…interessiert mich nicht.

Ich bin heute ein glückliches Mädchen. Ich freu misch!

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Ja, das war eine gute Idee!

Alle saßen schon in halbwegs gelangweilter Position am Meetingtisch und guckten mich ganz verblüfft an, als ich sie gebeten habe, sich zu zweit gegenüber zu setzen (obwohl sie solchen Unsinn von mir schon gewöhnt sein sollten). Als sie dann saßen habe ich zum Speed-Dating aufgerufen und das haben sie so toll aufgenommen, dass dann aus 1 Stunde Meeting fast zwei Stunden wurden und von draussen alle blöd geguckt haben, was wir denn da machen. Es gab viel Gelächter und zum Schluß standen dann alle draußen auf eine Zigarette oder einen Kaffee zusammen und haben sich weiter unterhalten.

Ich hab das saugute Gefühl, dass mir die Integration im Nullkommanix geglückt ist und das hab ich natürlich auch der Offenheit meiner Leute zu verdanken. Schön, schön.

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