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Nerven

Nerven können zu ganz bösartigen Biestern verkommen, wenn sie sich kurzzeitig an einem Rückenwirbelchen einklemmen.

Nun bin ich also Quasimoda mit Meg Ryan Gedächtnisfrisur.

Was mag wohl morgen kommen?

Gestern Abend habe ich mir freudig die Haare abschneiden lassen, mir war danach.

Ich wechselte von einem lieblos zusammengebundenen Zopf zu einer Meg Ryan Gedächtnisfrisur.

Bevor sie aussah wie der Joker.

 

 

Lebensphase

Ich bin ja momentan in einer ganz merkwürdigen Lebensphase, von der ich niemals gedacht hätte, dass Sie mich ereilt.

Ich sehne mir keinen Partner herbei. Peng.

Lese ich von Heidi und Seal, denke ich: Wie cool, dass ich mich mit niemandem arrangieren, kooperieren, kompromiss-tieren, auseinandersetzen, diskutieren, anschweigen, anschreien muß.

Wie wunderbar bequem ist so ein Leben, in dem man sich nur mit sich selbst auseinandersetzt. Wenn ich bedenke, wie trostlos das alles für mich vor knapp 3 Jahren war und wie schrecklich alleine ich mich gefühlt habe. Seitdem bin ich tatsächlich alleine, aber irgendwie kehrt diese Sehnsucht nach Nähe zu einem Menschen nicht wieder zurück.

Sie ist einfach weg. Verschwunden. Ich wundere mich, wie lange das schon dauert und lauere auf eine Rückkehr, auf ein Aufflammen von Sportsgeist, auf Angst vor dem Alleinsein, auf was weiß ich.

Aber nichts…ich fühle mich alleine sehr wohl. So ganz mit mir selbst. Schön ist das.

Brian

Waaah, der Bürotag zieht sich wie Kaugummi…

Ist euch schonmal aufgefallen, dass es im Leben des Brian ja Otternasen, Ozelotöhrchen, Wolfszitzenchips und sowas gegeben hat?

Sozusagen das römische Dschungelcamp?

Ist euch jemals diese absolut großartige Szene gegen Ende von Ocean´s Thirteen aufgefallen, der Dialog zwischen George und Brad?

George zu Brad:  Na dann, bis neulich.

Brad zu George: Kleiner Tipp: Versuch mal das Gewicht zu halten!

George zu Brad: Und du komm endlich zur Ruhe, schaff dir ein paar Kinder an!

George geht, Brad grinst amüsiert vor sich hin.

 

 

Hach…eben habe ich meinen Urlaubsschein ausgefüllt für den 27.  und 28.02., es ist wieder soweit!

Tätärätätä…eine Nacht um die Ohren schlagen, endlich mal wieder an der Seite von Billy Crystals bissigem und geistreichem Witz, Brad und George und die anderen im Anzug, die großartige Meryl und die arme Glenn, die unglücklicherweise zur gleichen Zeit als Schauspielerin aufgewachsen ist, unzählige hochgejubelte Filme die nachher kein Schwein sehen will, fantastische Kleider, gelungene und mißlungene Schönheitsoperationen, zwischendrin Helena Bonham Carter als Pendant, möglicherweise direkt neben Maggie Gyllenhaal, aufgeregte Reporter, Rückenansichten, einem nicht anwesenden Woody Allen, kreischende Fans und Iro aufgeregt vor dem TV.

Morgens dann der Schwur, im nächsten Jahr nicht mehr übernächtigt zu sein und Urlaub dafür zu opfern, seit 35 Jahren eisern zu versuchen bei einem Preisausschreiben einen Platz in der ersten Reihe zu gewinnen und im kommenden Jahr alles dafür zu tun um ansatzweise wie Angelina Jolie auszusehen oder zumindest wie Sookie-Melissa McCarthy und circa zwei Jahre lang mit George über den roten Teppich zu spazieren, bis ich von Jake Gyllenhaal oder einem Sumo-Ringer ersetzt werde.

Hach…

 

5 Jahre Wien.

Wieder ein neues Jahr, wieder keine baldige Aussicht auf eine Rückkehr nach Hause.

Und je länger ich warte, umso älter werde ich. Je älter ich werde, umso geringer sind meine Chancen, einen ordentlichen Job zuhause zu bekommen, von dem ich mich eigenständig ernähren kann. Sich Online vorab zu bewerben ist geradezu sinnlos, denn in meiner Gehaltsklasse lässt mich niemand einfliegen, um mich persönlich zu begutachten.

Was würde also bleiben? Hier kündigen, ab nach Köln und dann darauf hoffen, dass ich schnellstmöglich etwas finde, sobald ich vor Ort bin. Währenddessen einquartiert bei einem der guten Geister meiner Familie oder meinem Ehemaligen, in der Hoffnung, dass ich niemandem lange zur Last falle, was aber auch herzhaft in die Hose gehen kann.

Mangels Masse…ähm…Kasse….geht das aber noch nicht. Ich habe hier noch finanzielle Verpflichtungen, die ich nicht noch zusätzlich als Altlast mit nach Hause nehmen möchte/will, sondern erst erledigen möchte, ich hab ja auch meinen Stolz. Das wird noch dauern. Und dann stellt sich schon die Frage, lohnt es dann überhaupt noch vor der Rente zurückzugehen? Finanziell keinesfalls. Aber hier noch 17 Jahre herumhocken? Alleine? Nö.

Ich zage und zaudere, überlege hin und her und so vergeht die Zeit, ja…sogar schon die Jahre.

Ich hoffe auf ein Wunder, sowas wie einen Lottogewinn, eine Kündigung mit Abfindung (Bankenkrise oder so, wo bleibt die nächste angekündigte eigentlich?), einen Typen aus Köln der mich anbetet und sagt: Komm zurück, zieh bei mir ein und such dir in Ruhe was Neues, Schatz, ich bezahle solange deine Schulden und ich finde dich auch mit 160 kg total sexy und schön.

Aber nee, sowas passiert nicht. Noch nicht. Wann?

 

 

 

Dann schauen wir mal

Wenn ich das hier so betrachte wird mir klar wie wenig in meinem kleinen Leben passiert. Ich hab sozusagen Null Anlass etwas zu schreiben.

Keine Romanzen, keine Skandale, keine Aufreger. Nix.

Außer Oktober, da war ich zur jährlichen Routinedings und das Ergebnis war an einer Stelle nüscht gut. Hab ich eine Woche später nochmal woanders abchecken lassen, auch da war es nüscht gut.

Nach wochenlangem Warten habe ich nun endlich am kommenden Mittwoch den Termin bei einer Spezialistin.

Zwischendurch gingen mir schon die wildesten Phantasien durch den Kopf, was es denn sein könnte, wie es endet, ob es endet, ob ich mich lächerlich mache oder ob ich Mittwochabend eventuell schon wieder nerdig in meiner Kemenate sitze, beruhigt wegen nichts Schlimmes und so weitermache wie zuvor.

Trostlos

Wir sind eingekreist in unserem Bürohaus.

Links wird gebaut (7-stöckige Wohnanlagen). Geradeaus wird gebaut (Hotel). Rechts wird gebaut (keine Ahnung, irgendwas Riesengroßes).

Abgesehen von der riesigen Lärmbelästigung der ganzen Region, dem Staub, dem Dreck, den unbegehbaren Bürgersteigen, den Staus durch Baufahrzeuge und erwähnte ich schon die riesige Lärmbelästigung? Abgesehen davon…kehrt hoffentlich irgendwann einmal, wenn uns hier allen bereits lange die Ohren abgefallen sind, so etwas wie Infrastrukur in dieses trostlose Viertel ein.

 

Gelb-Schwarz

Kollegin M. hat unbeschreibliche Angst vor Wespen und natürlich begegnen Ihr die Viecher auf Schritt und Tritt. Man erinnerte sich gerade redaktionell an eine 5x größere Wespe als üblich, heimisch auf Sumatra. Ich überlege ja spaßeshalber, ob ich Ihr eine importieren soll. Aber vermutlich reicht auch schon ein Borussia Dortmund Schal, um sie an den Rand eines Nervenzusammenbruchs zu bringen.

Grau

Der herbstwintergraue Himmel hält Einzug in Wien.

Auch wenn er uns mit Sonne am Wochenende zu täuschen versucht, ich habe ihn enttarnt.

Wind

Da steht man morgens auf und macht sich sowas ähnliches wie eine Frisur. Ok, ich geb zu, ich kämm mir nur die Haare und locke evtl. ganz vorne was mit dem Wickler auf, aber wenns dann länger als 2min47sec dauert, dann geb ich schon auf und denke, passt schon, sieht doch manierlich aus. Oder ich flechte was. Irgendwie.

Raus auf die Straße, kurzer Testblick ins nächste spiegelnde Fenster und entweder ein zufriedener oder ähm…kurz zu Boden blicken….mich sieht eh keiner den ich kenne-weil die Wiener zählen nicht, die kennen mich nicht-Blick zurück und weiter keine Gedanken darüber machen.

Juut. Dann komm ich in den Bezirk wo ich arbeite und ein Sturm Windstärke Dreitausendsiebenhundertdreiundfuffzig ist das Mindeste was mich hier erwartet. Immer. Das ist noch harmlos, weil scheinbar ganz Europa in diesem Viertel seinen Wind sammelt und nur dort wieder loslässt.

Ich steig also aus der Bahn aus und bieg – wusch – in die Straße ein – wusch – wo ich dann auf den Bus warte oder – wuschwusch – zu Fuß ins Büro laufe. Während des Weges löst sich – wuschwusch – schon die erste Strähne aus dem geflochtenen – wuschwusch – ehemals geflochtenen – wusch – Zopf.

Während der Pausen kann man dann lustig beobachten – wusch – wie die vormals topfrisierten Leute vom Morgen – wusch – langsam Ihre Konturen – wusch – verlieren und sich Frisuren in wilde – wuschwusch – Strubbelköpfe – wusch – verwandeln. Im Laufe des Tages – wusch – tragen alle Langhaarigen – wusch – einheitlich wild mit Haargummis – wusch – zusammengefröselte Gebilde aus Kreatin auf dem Kopf.

Vermutlich erkennt abends im Zug jeder woher ich komme.

Wozu eigentlich überhaupt noch kämmen? Das ist doch ganz sicher eine Verschwörung von Garnier, Schwarzkopf und dem Gard Haarstudio!

Aber ich verweigere mich dem Haarspray, egal ob in Rom die Sonne scheint, ich in München aus dem Flugzeug steige oder es in Hamburg regnet! Nix 3 Wetter Taft!

Sollte ich also eines Tages verschwunden sein, die Beweise sind im Safe und gebt sie bitte an meinen Anwalt oder an die Men in Black weiter, ich wurde vermutlich mit einer punktuell auftretenden Windhose ins All katapultiert….

Dingens

Meine Kollegin ist doof, ich wünsch mir wen Neues. Ich hab jetzt fast ein Jahr versucht, gut mit ihr auszukommen, jetzt komme ich nur noch mit ihr aus, aber nicht gut. Ich versuche Frieden zu bewahren, nur mit den Zähnen zu knirschen und ihr nicht gleich den verdienten Uppercut zu verpassen, wenn sie korinthenkackerische Mails schreibt und hüftenschwingend die männlichen Kollegen umgarnt. Ich weiß sowieso, dass keiner drauf reinfällt. Ich bin nicht eifersüchtig, nur verärgert über dieses scheiß-kleine-Mädchen-Getue, das so ewig funktionieren wird, wie Männer und Frauen existieren. würg. Ach, egal. Ich bin der Chef im Ring, da kann sie noch solch Getue-Dingens machen. Es ist beruhigend, dass manchmal tatsächlich noch KnowHow vor Hüftenschwingen kommt.

Mittelalter

Man ist immer so alt, wie man sich fühlt.

Dieser Spruch ist zum Kotzen. Denn niemand sieht von außen wie alt man sich fühlt, jeder sieht nur das tatsächliche Alter.

Da fühlt man sich selbst schon etwas lächerlich, wenn man Adam Levine von Maroon 5 anguckt und denkt, wow, scharfes Teil:

http://www.mtv.de/videos/24973673-maroon-5-feat-christina-aguilera-moves-like-jagger.html

Altersentsprechend müßte ich mich langsam mit Typen in braunen Socken, mit zottelig-dünnen Haarzöpfen und starkem Interesse an Andrea Berg abfinden.

Puh…körperlich fällt mir das Älterwerden nicht schwer, aber geistig komm ich nicht mit. Ich werde sicherlich irgendwann sterben und kurz vorher verzweifelt denken, scheiße, gestern war ich doch erst 24, was ist passiert?

Heute

Heute gab es nach ungefähr einem Jahr überraschenderweise wieder mein Lieblingseis im Supermarkt…Nocciolata….hm, hab ich mich gefreut!

Ich hab gleich 3 Becher in den Einkaufswagen gepackt, weil, wer weiß wie lange es das wieder nur gibt, die sind nicht gut sortiert dort.

Als ich in den nächsten Gang einbog, fiel mein Blick wieder in den Einkaufswagen und irgendwie sah das Eis so monströs aus zwischen Tempos, Magermilch und Fitnessbrot.

Ich habe überlegt. Das ist nicht gut, Iro, dachte ich, gar nicht gut. Und ich ging zurück, habe das Eis wieder in die Kühlung gepackt.

Ich habe Hoffnung.

Clarence Clemons

Gestern habe ich um Clarence Clemons geweint.

Vielleicht habe ich auch um vieles mehr geweint. Ich weiß es nicht. So viele Erinnerungen hängen mit ihm zusammen und ich kann nicht beschreiben, wie er mir fehlen wird. Gleich nach Bruce Springsteen habe ich mich in dieses hinreißende Lachen verliebt, oft zu sehen, am eindrucksvollsten im Video zu Dancing in the Dark.

Ihr wißt nicht wer Clarence war? Er war Saxophonist und Gründungsmitglied der E-Street Band. Freund und Partner von Bruce Springsteen, charismatischer Big Man, wegen seiner Statur so genannt.

Vielleicht bedeutet euch sein Tod nichts, für mich ist es ein Verlust, den ich mit Worten kaum beschreiben kann. Er begleitete mich durch meine Jugend, meine erste, zweite, dritte Liebe, viele Jahrzehnte lang. Ich sah ihn zuletzt im Sommer vor 2 Jahren hier in Wien. Wegen einer Knieverletzung etwas flügellahm auf einem Stuhl sitzend, meine Güte, ich habe immer ignoriert, dass er auf die 70 zuging.

Manches will man nicht wahrhaben, wenn man vor dem inneren Auge immer dieses fröhliche, kraftstrotzende Bild eines Mannes sieht….

Es wird nie wieder sein wie es war.

Tattoos

Seit dem Wiener habe ich eine Schwäche für tätowierte Männer.

Nein, keine 0815-Dinger wie irgendwelche Schlangen am Bein oder Herzchen, Anker, sonstiges Gedönse. Nein, sie müssen schon irgendwie sexy oder spektakulär sein. Nein, sooo spektakulär auch wieder nicht, aber speziell. Besonders. Ach, ihr wißt schon.

Irgendwas hammermässig überraschend cooles wie damals in den Ardennen bei George Clooney in From Dusk till dawn.

Und ich erinnere mich, welche Entwicklung und soziale Akzeptanz Tätowierungen im Laufe der Jahrzehnte durchgemacht haben. Als ich ein Kind war, hatten nur Seemänner und Häftlinge Tattoos. Also nix, was meine Mutter als guten Umgang für dat Kind geschätzt hätte. Und als dann der Trend zunahm, waren das häufiger auch die Gesellschaftsschichten, die Mutter immer noch nicht als guten Umgang für dat Kind geschätzt hätte.

Und seien wir mal ehrlich, die Hirschgeweihe waren doch auch irgendwie….nicht chic. Ich mußte mir dann bei all den Damen und Herren immer vorstellen, wie die Tätowierungen dann mal aussehen, wenn Sie 94 sind. Da gabs doch früher auch solche Blätter, die man falten und zusammensetzen konnte, damit sie wieder Sinn ergeben, vielleicht so?

Jedenfalls, sitzt mir im Büro jetzt dauernd ein Mann vor der Nase…der hat sehr interessante Tätowierungen, nämlich alles Dschungelmotive, Tiere, farbenfroh, gut gemacht, sehr üppig, zuerst etwas abschreckend, aber wenn man genauer hinguckt wirklich hübsche Teile. Und er hat dunkle lockige Haare, die Mama ist Portugiesin. Und er fährt Rennen, mit dem Motorrad. Und so wild er auch aussieht, so sanft ist er in den Umgangsformen. Hach.

Hab ich schon erwähnt, dass ich seit dem Wiener eine Schwäche für tätowierte Männer habe?

Volumen

Jo. Heute morgen sah ich gleich zwei.

Nebeneinander standen sie, in der Bahn.

Sie wandten mir Ihre Kehrseite zu. Nein, nein, es ging nicht um Ihre Popöchen, die hab ich gar nicht beachtet.

Herren der Schöpfung.

Dünnes, schütteres Haar, beide. Einer mit deutlicher Glatzenbildung unter langen Haarsträhnen.

Wäre ja alles nicht tragisch.

Aber wozu müssen sich die Jungs ein dünnes Gummiband in die Resthaare zurren und einen Haarzopf imitieren?

Echt jetzt. 3cm fisseliges Haar ragten noch unterhalb des Haargummis raus.

Na, die hätte ich jetzt aber auch wirklich noch geflochten, meine Herren!

Nehmen Sie doch mal ein bißchen Volumen-Shampoo, die Laetitia preist das gerade so hübsch an.

Weiß einer, warum Männer ab mittlerem Alter sich dazu genötigt fühlen, sich so Möchtegern-Schwänze zu kreieren? Also, wenn die wenigstens dick wären und länger, aber so kleine Ringel-Schweine-Dingens….

Nee, meine Herren, überdenken Sie datt bitte nochmal!

 

 

 

Angefixt

Ich wollte ja kein neues Spiel mehr anfangen. Nachdem ich in den letzten 4-5 Jahren doch teilweise enorm viel Zeit in WoW, LotrO, AoC verbracht habe, wollte ich den Abnutzungseffekt abwarten und mich dann elegant aus der MMORPG-Szene entfernen.

Aber nun hat mich ein Arbeitskollege mit RIFT angefixt. Nachdem er mir jetzt 2 Wochen lang fast jeden Tag schwärmerisch in den Ohren gelegen hat, ist es heute gekauft und wird heute abend installiert.

Trotzdem fehlt mir völlig der Enthusiasmus, den ich früher in solchen Momenten hatte.

Ich werde doch wohl nicht clean werden?

True Blood

Auch ich kann mich der seltsamen Faszination von Vampirgeschichten nicht entziehen.

Schon Christopher Lee fand ich sehr elegant und gefährlich, aber Gary Oldman erst…hui…der coolste Vampir überhaupt, Bram Stoker und dieser blau spiegelnden Sonnenbrille sei Dank.

Wozu ich bisher jedoch noch keinen Draht gefunden habe, sind die aktuellen Kindervampire aus Twilight, Vampire Diaries usw., was natürlich auch daran liegen mag, dass ich sie bisher noch nicht gesehen habe.

Gestern jedoch, lief auf RTL2 eine neue Vampirserie an, True Blood. Ich las zufällig tagsüber im Netz eine Ankündigung und hab mal das TV eingeschaltet und schwupps, was sahen meine trüben Augen? Eine Melange aus Sex, Crime und jein, auch Rock´n´Roll, aber besonders Vampiren und Blut. Hey! Mal keine entsexualisierten und romantisierten Bilder, sondern knallharte Action in jeder Richtung. Ich bin erstmal annähernd begeistert! Es ist doch wirklich schön, dass HBO Serien nicht nach Werbekunden orientieren muß! In dieser Serie wird sogar politisiert: Vampire outen sich, nachdem synthetisch „True Blood“ hergestellt werden kann und versuchen sich die gleichen Rechte zu erkämpfen, die Nicht-Vampire haben.

Wer also reizenden Vampiren bei Mord und Totschlag zusehen möchte, Verführung nicht Minderjähriger inbegriffen und dazu noch gerne die fiktive politische Entwicklung verfolgen möchte, haut rein, es gibt sogar feine Schauspieler wie Anna Paquin und Alexander Skarsgard!

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